Koffer auspacken, Postkarte schreiben und ab aufs Klo – Meine schönsten Urlaubsmacken

Ich habe schon viel von der Welt gesehen. Ich war in Indonesien und der Türkei, habe Urlaub in Ägypten gemacht, war schon fünfmal in Spanien und viermal in Italien und habe unvergessliche Flugreisen in die USA sowie Urlaub auf Hawaii gemacht. Viele Länder, viele Menschen. Unterschiedliche Kulturen, Hotels und Strände. Doch manche Dinge sind in jedem Urlaub gleich. Bestimmte Routinen und Macken habe ich mir über die Jahre angeeignet, beispielsweise wenn es um das Schreiben von Postkarten geht oder den Umgang mit nervigen LED-Leuchten im Hotelzimmer. Hier sind meine schönsten Urlaubsmacken und Traditionen:

Hotel oder Ferienwohnung für den Urlaub?

Geht ihr im Urlaub lieber ins Hotel oder bucht ihr euch eine Ferienwohnung? Beides hat Vorteile, ganz klar. Und ich hatte auch schon beides. In einer Ferienwohnung hat man in der Regel mehr Platz, kann sein Essen selbst bestimmen und dabei Geld sparen. Doch in den vergangenen Jahren bin ich ein großer Fan von Urlaub im Hotel geworden, natürlich in Verbindung mit Halbpension oder All Inclusive. Vor allem beim Urlaub mit Kind ist eine Rundum-Verpflegung im Hotel sehr praktisch, weil man sich um nichts kümmern muss und bei einer großen Auswahl im Hotelrestaurant für jeden Geschmack etwas dabei ist. Und es ist sehr angenehm, wenn der Windeleimer im Hotelzimmer täglich automatisch geleert wird.

Koffer auspacken und alles in den Schrank

Im Urlaub packe ich meinen Koffer gerne aus und räume alles in den Kleiderschrank im Hotelzimmer. So habe ich gleich ein Zuhause-Gefühl und einen besseren Überblick über die Garderobe, die mir während der Urlaubszeit zur Verfügung steht. Wenn es nicht anders geht, lebe ich im Urlaub auch mal aus dem Koffer, beispielsweise bei einer Rundreise mit täglich wechselnden Hotels oder bei zu geringem Schrankangebot im Zimmer. Doch während einer Urlaubswoche mit einer festen Unterkunft muss ich so oft an den Koffer und bringe alles durcheinander, so dass ich am Ende alles wieder ausräumen und neu packen muss. Da nutze ich gerne den Schrank für eine bessere Ordnung.

LEDs bringen mich um den Schlaf

Eine Socke hängt über der Steuerung einer Klimaanlage an der Wand.
Gegen nervige LEDs im Hotelzimmer, beispielsweise an der Steuerungseinheit der Klimaanlage, helfen Kleidungsstücke wie Socken.

Habe ich eine Macke oder geht es anderen auch so? Eines meiner wichtigsten To-dos am ersten Tag in einem neuen Hotelzimmer ist das Aufspüren und Abdecken nerviger Leuchtdioden, die meinen Schlaf stören. Sobald es im Zimmer dunkel wird, offenbaren die leuchtenden Nervensägen ihre Existenz, die bei Tageslicht noch im Verborgenen geblieben war. Bestimmte LEDs können die Nacht zum Tag machen, beispielsweise am Fernseher, an der Klimaanlage oder am Telefon. Und wenn ich einmal eine bemerkt habe, muss ich sie verdecken, sonst kann ich nicht schlafen.

Der Haken: Es gibt keine Haken

Wovon es dagegen meiner Meinung nach gar nicht genug geben kann, sind Haken im Badezimmer. Davon sind in einem Hotelzimmer immer viel zu wenig vorhanden. Manchmal gibt es gar keine! Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich brauche Haken für meine Handtücher und für meine Kulturtasche. Die lässt sich nämlich aufhängen. Mit den Handtuchhaltern und Handtuchstangen kann ich nichts anfangen. Vor allem frage ich mich, warum diese Dinger so oft über der Toilette angebracht sind, sodass einem die nassen Dinger nur knapp über dem Kopf baumeln, während man sein Geschäft erledigt. Ich spiele mit dem Gedanken, in Zukunft ein kleines Sortiment mit unterschiedlichen Haken mit in den Urlaub zu nehmen, um auf alles vorbereitet zu sein.

Urlaubstradition Sodbrennen

Eine Reihe von süßen Croissants auf einem Tisch beim Frühstücksbuffett.
Im Urlaub brauchen meinen Magen und ich immer ein paar Tage, bis wir uns an die örtliche Küche gewöhnt haben.

Im Urlaub habe ich oft Schwierigkeiten, mich an die örtliche Küche zu gewöhnen. Dazu kommt Stress, der bei mir durch die Urlaubsvorbereitungen und die Anreise ausgelöst wird. Das führt in der Regel zu Magenbeschwerden und Sodbrennen, eine mittlerweile etablierte Urlaubstradition, auf die ich aber gut vorbereitet bin. Nach ein bis zwei Tagen Entspannung am Strand sowie der Zufuhr leichter Anti-Sodbrennen-Tabletten hat sich mein Magen an die neuen Umstände gewöhnt.

Immer wieder Luftmatratze kaufen

Zur weiteren Urlaubstradition gehört es auch, sich spaßigen Strand-Nippes zu kaufen. In den vergangenen Jahren bei Strandurlauben in Spanien, Indonesien und anderswo führte der erste Weg meist in einen Shop an der Promenade und endete mit dem Kauf einer bunten Luftmatratze, eines Schwimmrings oder ähnlichem. In diesem Jahr wurde eine Wasserhängematte zu unserem ständigen Begleiter. Eine tolle Erfindung! Man hängt mit dem Hintern soweit im Wasser, dass man nicht runterfällt und kann sich so ganz entspannt von der Strömung treiben lassen. Floating at its best! Natürlich müssen die Dinger dann auch alle eingepackt und mit nach Hause genommen werden. Wir eröffnen bestimmt bald ein Museum.

Strand und Meer oder Pool mit Kaffeebar?

Wenn ich die Wahl habe, gehe ich im Urlaub so schnell wie möglich an der Strand. Zur Not auch abends nach der Anreise für einen kurzen Spaziergang. Ich mag den Strand. Ich muss nicht in den Sand und mir reicht ein kurzer Sprung ins Meer, doch ich liege liebend gerne einfach so am Strand in der Sonne, lasse den Blick über die Wellen schweifen und döse mit Meeresrauschen im Hintergrund vor mich hin. Im Meer schwimme ich auch gerne, doch nur ein paar Minuten. Nach einem kurzen Besuch im Salzwasser und ein paar Schritten mit nassen Füßen durch den Sand muss ich erstmal wieder zwei Stunden auf der Liege verbringen, um zu trocknen. Ein Pool am Hotel ist toll, wenn man mit Kind verreist. Die ersten Schritte ins Wasser sind für ein kleines Kind am Pool viel einfacher. Dort gibt es keine Wellen und praktische Treppenstufen und viele andere Kinder und Spielsachen, mit denen man spielen kann. Auch die Nähe zur nächsten Espressomaschine ist ein Vorteil für einen Tag am Hotelpool.

Postkarten schreiben aus dem Urlaub

Werden in Zeiten von WhatsApp und Instagram überhaupt noch Postkarten aus dem Urlaub geschrieben? Bei uns schon! Zugegeben, die Liste der Postkartenempfänger wird immer kürzer, weil die meisten Omas und Tanten mittlerweile verstorben und andere aus dem Blickfeld verschwunden sind. Doch eine bis zwei Postkarten werden bei uns im Urlaub noch verschickt.

Habt ihr auch ähnliche To-dos, Macken und Routinen im Urlaub? Habe ich etwas vergessen? Lasst mir gerne einen Kommentar da. Schönen Urlaub!

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