Menschen ohne Eile haben am Bahnhof nichts verloren! (5:00)

Um 17.57 Uhr schaue ich zum ersten Mal auf die Uhr. Noch ist es viel zu früh für Feierabend. Ich kann meinen Text nochmal durchgehen und auf Fehler prüfen. „Glatt ziehen“, wie es in der Textersprache heißt. Wenn ich einen Text schreibe, tippe ich meistens einfach drauf los. Um den finalen Schliff kümmere ich mich… Weiterlesen Menschen ohne Eile haben am Bahnhof nichts verloren! (5:00)

Und plötzlich haben alle Krebs (6:30)

Krebs war für mich lange Zeit wie die Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn. Ständig kommt darüber etwas im Fernsehen, überall hängen Plakate, viele reden darüber und viele haben es erlebt – nur ich nicht. Bis sich das vor kurzem schlagartig änderte. Die Krebsdiagnose war für mich absolut absurd. Ich sollte so was haben? Konnte ich mir… Weiterlesen Und plötzlich haben alle Krebs (6:30)

Es war einmal ein Text, der hatte es satt, immer nur unterhalb der Überschrift zu stehen. „Hey Überschrift!“, paulte er eines Tages seinen treuen Weggefährten über ihm an. „Ich habe es satt, immer nur unterhalb von dir zu stehen. Die Leute lesen meistens nur dich und beachten mich gar nicht weiter. Das ist ungerecht! Ich mache hier unten die ganze Arbeit und du stehst da oben nur rum! Wollen wir nicht mal tauschen?“ Die Überschrift überlegte. „Keine schlechte Idee“, sagte sie schließlich. „Ich wollte immer schon mal wissen, wie es da unten bei dir so aussieht. Und ein Kurzpraktikum in einer anderen Abteilung kommt im Lebenslauf auch immer gut. Abgemacht!“ Und so kam es, dass der Text und die Überschrift für einen Tag die Plätze tauschten.

Der Text und die Überschrift (1:00)