Die besten Tipps für euren Blog. Wirklich jetzt. Ganz in echt. Ohne Scheiß. (8:00)

Ihr habt euch also dazu entschlossen, zu bloggen. Warum? Habt ihr Bock, zu schreiben? Und habt auch etwas Interessantes zu erzählen? Das ist schon mal gut. Doch viele Neublogger werden bereits nach kurzer Zeit von Geduld und Spaß verlassen, weil es nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt haben. Das kann viele Gründe haben. Kein Talent ist einer davon. Trotzdem solltet ihr nicht gleich in den Sack hauen! Lest euch meine Tipps gut durch. Im Grunde sind sie alle ernst gemeint…

1. Rechtschreibung, Rechtschreibung!

Der inhaltlich tollste Text ist nichts wert, wenn Rechtschreibung, Grammatik und Satzzeichen nicht stimmen. Ich bekomme regelmäßig Magenkrämpfe, wenn ich Sätze lese wie „ich wuste nich das ich das mein laprator nich zu essen geben durfte“. Lest euch eure Texte bitte nochmal durch, bevor ihr sie veröffentlicht! Wenn ihr ein gängiges Schreibprogramm benutzt und euch wundert, warum so viele Wörter rot oder blau unterstrichen sind: Das sind alles Wörter, die falsch geschrieben sind! Schreibt sie richtig! Irgendwo weiter oben gibt es einen kleinen Button mit „abc“ darauf. Das ist die Rechtschreibprüfung. Einfach drauf klicken und der Zauberkasten macht den Rest von allein! Wenn ihr euch darüber hinaus bei einer Schreibweise mal nicht sicher sein solltet, empfehle ich euch http://www.duden.de. Der Laden hat rund um die Uhr geöffnet und hilft euch kostenlos.

2. Rechtschreibung, verdammt nochmal!

Ich sehe das doch von hier! Ihr habt den ersten Tipp nur überflogen und seid schon wieder drauf und dran, euren Text ohne Rechtschreibprüfung zu veröffentlichen! Lest euch Tipp eins also bitte nochmal durch!

3. Das Thema eures Blogs

Euer Blog ist gestartet, aber keiner will ihn lesen? Vielleicht liegt es daran, dass ihr euch als Thema entweder Mode, Beauty oder Kochrezepte ausgesucht habt und es genauso macht, wie alle anderen vier Millionen Mode-, Beauty- und Kochblogs vor euch. Berichte über den neuesten Nagellack bei Rossmann gibt es genauso viele wie Fotos eures Lieblings-Sommeroutfits und Tipps für die perfekten Gummibärchen-Cupcakes. Macht es anders. Wie? Keine Ahnung. Ihr seid die Experten, denn…

4. Schreibt nur über das, was ihr liebt

Sucht euch ein Thema aus, dass euch wirklich interessiert. Schreibt einen Blog, den vor allem ihr selber auch lesen würdet und nicht einen, von dem ihr hofft, dass ihn möglichst viele andere lesen. Setzt euch keinen Hut auf, der euch nicht passt. Ihr müsst glaubwürdig und ehrlich bleiben. Und ihr müsst Herzblut und Leidenschaft vermitteln, dann fühlt der Leser sich bei euch wohl. Wer einen Blog startet, weil er reich und berühmt werden will, sollte sich das zweimal überlegen. Die zwei bis drei Menschen, die heute vom bloggen allein leben können, haben lange und meist hart dafür gearbeitet. Und vor allem haben sie früh damit angefangen und sich zu einer Ikone auf ihrem Themengebiet entwickelt. Mittlerweile wollen Millionen andere da mitmischen. Überlegt euch also etwas Einzigartiges, das nur ihr könnt und testet nicht einfach wild drauf los irgendwelche belanglosen Produkte. Außer vielleicht Würstchen… Hey, geile Idee… Also, wenn ihr keinen Würstchen-Blog startet, mache ich das!

5. Der richtige Name

Der Name eures Blogs ist eine schwierige Sache, zugegeben. Er sollte kurz und leicht zu merken sein, vielleicht witzig, auf jeden Fall sympathisch und am besten für alle Zeiten gültig. Titel wie „Susi bloggt“ und „Christians Welt“ sind Käse. Schlimmer sind nur die Zusätze „kleine Welt“, „Bloggerwelt“ oder „Zauberwelt“. Namen nach dem Motto „I’m a Hero“ hören sich zwar cool an, sehen als Webadresse imahero.com aber total bescheuert aus. Euer Name muss auch nicht zwangsläufig mit dem Thema eures Blogs zu tun haben. „Die Ärzte“ sind ja schließlich auch keine medizinische Rockband und der Ford Taunus darf auch durch andere Gebirge fahren. Der oben erwähnte Würstchen-Blog sollte dementsprechend nicht „Willis kleine Würstchenwelt“ heißen, sondern eher „Knackige Dinger“, „Wurstwasser aktuell“, „Neues im Schweinedarm“ oder was weiß ich.

6. Richtig verbreiten und Werbung machen

Ihr habt also einen Blog eingerichtet, voller Eifer geschrieben und schon ein paar tolle und lustige Beiträge rausgehauen. Aber irgendwie verirrt sich kein Leser auf eure Seite? Wie denn auch, wenn niemand sie kennt? Legt euch parallel zum Blog am besten eine Facebook-Seite mit dem gleichen Namen zu. Die Vorteile: Ihr könnt eure Blogbeiträge posten und verlinken und andere Leute darauf aufmerksam machen. Von einer separaten Seite aus sieht das Ganze auch gleich viel ambitionierter und professioneller aus als von eurem privaten Facebook-Profil. Auf einer solchen Extra-Seite könnt ihr außerdem Likes und Kommentare von Personen außerhalb eures Freundeskreises bekommen. Likes sind ein wichtiger Maßstab für die Beliebtheit eurer Beiträge. Außerdem erhaltet ihr detaillierte Statistiken über die Reichweite eurer Posts. Auch wenn ihr nur 100 Likes auf eurer Seite habt, kann es sein, dass gute Beiträge von mehreren tausend Personen wahrgenommen werden. Das geschieht durch viele Likes, Kommentare und geteilte Inhalte. Das könnt ihr aber nur sehen, wenn ihr euch eine entsprechende Facebook-Seite zulegt.

Nutzt die Ressourcen des Internets! Überlegt, ob ihr auch andere Plattformen nutzen wollt. Wenn ihr in eure Beiträge regelmäßig Fotos einbindet, bietet sich zum Beispiel Instagram an. Und wenn ihr generell über Internet und Social Media schreibt, sind sowieso alle gängigen Netzwerke Pflicht! Macht euch Gedanken über die Zielgruppe eures Blogs. Menschen ab 50 werdet ihr über Twitter wahrscheinlich nicht mehr erreichen. Sucht euch dagegen lieber eine thematisch passende Gruppe bei Facebook, in der ihr eure Beiträge teilt. Aber auch dabei müsst ihr aufpassen, denn…

7. Geht den Leuten nicht auf die Nerven!

Wenn ihr, zum Beispiel bei Facebook, euren neuesten Blogbeitrag bewerben möchtet, verzichtet bitte auf folgenden Post-Text: „Hallo Ihr Lieben! Es ist mal wieder soweit. Ich habe mal wieder etwas geschrieben. Mir ist letztens nämlich echt was witziges passiert. Viel Spaß beim Lesen! Eure Mimi von Mimis Welt!“ Uuuuuääärghh! Bei Posts, die mit „Hallo Ihr Lieben“ anfangen, scrolle ich direkt weiter! Und dass ihr etwas geschrieben habt, das sich andere gerne durchlesen können, kann sich jeder denken, der im Lexikon das Wort „Blog“ nachgeschlagen hat. Seid kreativ! Seid lustig und sympathisch! Zitiert ein paar treffende Sätze aus eurem Beitrag oder schreibt eine kleine Einleitung, die Lust aufs Weiterlesen macht. Fragt euch selber: „Würde ich damit Lust auf den Beitrag bekommen?“ Wenn ihr eure Artikel in einer Facebook-Gruppe posten wollt, haltet euch an die Regeln. Viele Gruppen dienen dem Vernetzen und dulden keine Werbung. Dort könnt ihr euch ganz schnell lächerlich machen und fliegt wieder raus.

8. Scheiß drauf, wenn’s keiner lesen will!

Scheißegal, wenn es niemanden interessiert, was ihr zu sagen habt! Solange euch das Schreiben Spaß macht und ihr voll hinter eurem Blog steht, ist alles gut. Macht einfach weiter und verkrampft nicht. Schreiben ist schließlich eure Leidenschaft! Wenn ihr euch ab und zu mal einen älteren Beitrag von euch anschaut und ihn immer noch gut findet, macht ihr alles richtig. Betrachtet den Blog als euer Hobby. Ohne Zwang. Dann kommt der Erfolg ganz von allein.

9. Drängt niemandem eure Tipps auf!

Werft nicht mit gut gemeinten Ratschlägen um euch! Lasst euch nicht beeinflussen! Macht eure eigenen Erfahrungen! Und hört sofort damit auf, diese Tipps zu lesen!

10. Rechtschreibung! Ich habe euch gewarnt!

Ihr wisst Bescheid, Tipp eins und so. Ich kontrolliere das…

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6 Gedanken zu “Die besten Tipps für euren Blog. Wirklich jetzt. Ganz in echt. Ohne Scheiß. (8:00)

  1. Witziger Beitrag. Wir tun uns auch etwas schwer, den Radius unserer Leserschaft zu erweitern, obwohl unser Blog weder mit dem üblichen Beauty-, Fashion-, Backgedöns zu tun hat und wir auch auf unsere Rechtschreibung achten. ;) Auch schreiben wir (2 Mädels) voller Begeisterung. Das Problem ist, dass wir keine anderen Blogs finden, die zu uns passen. Da wäre es in der Tat einfacher sich mit anderen Fashionblogs zu vernetzen, da es da ja genug von gibt.

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