Die Augen und der Magen saßen am Esstisch. Vor ihnen stand ihr Lieblingsessen: Spaghetti Bolognese. Ein riesige Schüssel voll.
„Boah, das sieht aber lecker aus!“, sagten die Augen. „Davon möchte ich ganz viel essen. Am besten alles!“
Der Magen bekam eine ordentliche Portion auf den Teller. Erst die Nudeln, dann die Soße. Alles dampfte noch.
„Mehr, mehr! Ich will mehr!“, forderten die Augen.
Doch der Magen fing erstmal an zu essen. Genüsslich machte er sich über den Teller her. Gabel für Gabel voll mit leckerer Pasta wanderten in ihn hinein. Die Soße genoss er besonders. Spaghetti Bolognese waren einfach immer traumhaft.
„Mhm, das war lecker!“, stöhnte der Magen nach dem letzten Bissen.
„Mehr! Ich will noch mehr!“, riefen die Augen.
„Aber… aber ich kann nicht mehr!“, japste der Magen und hielt sich.
„Meeehr! Bitte mehr! Das sieht so lecker aus!“
„Ich weiß! Das war ja auch voll lecker. Aber ich kriege keinen Bissen mehr in mich hinein. Ich bin voll!“
„Bitte mehr!“, flehten die Augen.
„Bitte nicht!“, flehte der Magen zurück. „Wenn ich jetzt noch weiter esse, dann… dann mag ich Spaghetti Bolognese vielleicht nie wieder…“
Da verstummten die Augen. Nie wieder Spaghetti Bolognese? Das wäre ja furchtbar. Ganz schlimm. So weit durfte es nicht kommen.
Die Augen waren plötzlich ganz traurig.
„Was hast du denn?“, fragte der Magen besorgt.
„Willst du dann…“, die Augen wurden ganz leise, „… auch keinen Nachtisch mehr? Schokopudding?“
Der Magen zuckte zusammen. Er dachte nach. Dann richtete er sich auf und sagte: „Nachtisch geht ja wohl immer. Schokopudding sowieso. Der kommt bei mir auch ganz woanders hin, als die Spaghetti. Da ist noch viel Platz!“
Jetzt waren auch die Augen wieder fröhlich. Der Magen und sie waren einfach die besten Freunde. Für immer und ewig. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann essen sie immer noch Schokopudding zusammen.
(Bild: Klaus Nielsen/Pexels)